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Sprechstunde in der Pflasterstube

Medizinische Betreuung

 


Versorgung kleiner Verletzungen und leichter Krankheiten


Die meisten Wohnungslose sind krankenversichert, aber sie haben Scheu davor, einen Arzt aufzusuchen und vernachlässigen kleine Verletzungen und Krankheiten, die gerade im Entstehen sind. Nach einiger Zeit entzünden sich dann die kleinen Verletzungen, der Krankheitsverlauf nimmt zu und aus kleinen Problemen werden große gesundheitliche Beeinträchtigungen.


In der Pflasterstube behandeln Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger kleinere Verletzungen und leichte Krankheiten sofort. Auch die Wundversorgung nach einer im Krankenhaus erfolgten Erstbehandlung einer Unfallverletzung ist ist oft notwendig.


Schwere Krankheiten


Bei lebensbedrohlichen, akuten Krankheiten sind Krankenhäuser zur Aufnahme eines Patienten verpflichtet, auch wenn dieser keine Krankenversicherung hat. Hat der Patient auch keine Aufenthaltserlaubnis, muss er damit rechnen, dass das Sozialamt, das vom Krankenhaus zur Erstattung der Behandlungskosten angegangen wird, einige seiner Patientendaten wie die Wohnadresse an die Ausländerbehörde weitergibt.


Außerdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass einzelne Mitglieder des Krankenhauspersonals in bestimmten Fällen die Lebensbedrohlichkeit eines Krankheit verneinten und sich weigert, den Patienten aufzunehmen.
In diesem Fall vermitteln wir zwischen Krankenhaus und Patient oder suchen einen anderen Behandlungsort.

 

Diskretion

Menschen ohne gültige Aufenthalserlaubnis leben in der ständigen Angst, entdeckt und ausgewiesen zu werden. Die Behandlung in der Pflasterstube erfolgt deswegen Diskret. Die Patientendaten werden in keinem Fall an Behörden weitergegeben.